Münchener Briefmarken Club e.V.

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Die Geschichte des Vereins
Die Präsidenten und Persönlichkeiten des MBC-1905.ev
Der Münchener Briefmarken - Club e.V. und seine Mitglieder

 

von Fritz Heimbüchler

Die Originalunterlagen und der gesamte Schriftwechsel des Vereins sind in den Bombennächten des 2. Weltkrieges verloren gegangen. In der Festschrift zum 90 jährigen Bestehen des MBC im Jahr 1995 befindet sich ein erster Versuch einer Vereinschronik, die mit Abbildungen 14 Seiten umfasst und dort nachzulesen ist.  Sie beruht auf Notizen aus philatelistischen  Zeitschriften, Dokumenten und der Aussage älterer Mitglieder, die aus dem Gedächtnis berichteten. An dieser Stelle sei nur an einige Ereignisse erinnert, die für den Münchener Briefmarken - Club von Bedeutung werden sollten.

Die Gründung des MBC ist durch den Eintrag in das Vereinsregister des Königlichen Amtsgerichts München am 22. Oktober 1905 erfolgt. Sitz des Vereins ist München. 1. Vorsitzender Walter Marx, Kaufmann; 2. Vorsitzender Dr. Heinrich Pfeiffer, Arzt.

Eingetragen am 24. November 1905 durch den königlichen Amtsrichter Pielmaier.

Der Verein entstand durch eine Abspaltung aus dem Bayerischen Briefmarken-Sammler-Verein. Die Ursachen dieser Abspaltung kennen wir nicht. Hing sie mit den Schwierigkeiten zusammen, die eine Neugründung im Jahr 2001 erforderlich machten oder wahrscheinlicher mit dem gesunden Selbstvertrauen der neun "Revolutionäre"?

Es war die "Grosse Zeit Münchens". Die Stadt hatte sich kulturell und wirtschaftlich enorm entwickelt. Die Bevölkerung war erheblich angewachsen. Der geniale Ingenieur Oskar von Miller baute Kraftwerke und das Deutsche Museum; Maffei konstruierte Lokomotiven. Wissenschaften, Musik und bildende Künste standen in hohem Ansehen: Der Komponist Richard Strauss, der Schriftsteller Thomas Mann, die Künstlergenossenschaft "Der blaue Reiter" mit Wassily Kadinsky, Franz Marc, Paul Klee. Das Kabarett "Die zwölf Scharfrichter" und die satirische Zeitschrift "Simplicissimus" waren einmalige Erscheinungen im Kaiserreich.  Nicht umsonst schrieb Thomas Mann: "München leuchtete". Es ist verständlich, dass erfolgreiche und selbstbewusste Münchner Kaufleute, Ärzte und Beamte nicht unbedingt einer "Section Bayern" des ohne Zweifel renommierten Internationalen Philatelisten-Vereins Dresden angehören wollten. Diese Einstellung vermochte auch der philatelistisch so erfahrene Dr. Kloss nicht mehr zu ändern.

Siehe dazu den obigen Beitrag von Dr. Gertlieb Gmach "Ernstes und weniger Ernstes zur Geburt des Münchener Briefmarken-Club e.V."

Die Gründer sollten Recht behalten, auch ohne fremde Hilfe entwickelte sich der Münchener Briefmarken-Club von 1905 an erstaunlich rasch, schon zwei Jahre später zählte er 130 Mitglieder. Am 17. Dezember 1907 wird dem Stadtmagistrat Rosenheim die Gründung einer Sektion Rosenheim des Münchener Briefmarken-Club mitgeteilt. Dieser Verein machte sich später selbständig und ist noch heute sehr aktiv.

Schon sehr bald tauchen berühmte Philatelisten und Persönlichkeiten aus den Bereich des Briefmarkenhandels in München auf, viele davon werden Mitglieder: Frau Berta Larisch (1906), Paul Kohl aus Chemnitz, Philipp Kosack, Paul Stock, Berlin, Richard Borek (1906), Richard Senf (1907).

Max Thier (Eintritt 1911), Heinrich Wagner, Wiesbaden, Rupert Mayer, München zählen 1926 als Ehrenmitglieder. Im Jahr 1908 wird Friedrich Heinrich Zinckgraf Mitglied, ein namhafter Kunsthändler und Galerist in München. Der Vater des Chronisten verdient sich in der Galerie Heinemann unter Zinckgraf Anfang der 20er Jahre etwas Geld während seines Studiums an der Kunstakademie. 1912 übernimmt F. H. Zinckgraf als 2. Vorsitzender, 1914 als 1. Vorsitzender für drei Jahrzehnte die Verantwortung für den MBC. Als im März 1942 aus politischen Gründen ein "Vereinsführer" bestellt werden musste, trat F.H. Zinckgraf in die zweite Reihe zurück.

1943 finden wir als Ehrenmitglieder die Namen Carl W. Bayer, Emil Kügler (ein Rumäniensammler), Alexander Leo und den Architekten Carl Schmidt aus Berlin. Unter den Mitgliedern befanden sich u. a.  Richard Borek, August Wilhelm Drahn, Gerhard Krienitz, Berlin, Hugo Schröder, Heinrich Seyrich sowie Otto Müller, Prof. Dr. Scheicher und Studienrat Carl Winkler, München.

Mit Ende des 2. Weltkrieges wurden alle Vereine aufgelöst. Die Wiedergründung konnte erst ab Januar 1948 - mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung - stattfinden. Sie erfolgte am 24. Januar 1948 in der Gaststätte Scholastika im Zentrum Münchens.

Als notwendige Bürgen stellten sich zur Verfügung: Prof. Dr. Ludwig Kielleuthner, Studienrat Hans Zinsmeister, Kaufmann Heinrich Fülbeck, Oberlehrer Alois Graf und Gastwirt Theodor Frank. Diese Herren durften nicht durch das Entnazifizierungsgesetz belastet sein, ebensowenig die Herren des Dreierausschusses Emil Kügler, Bankbeamter, Hugo Schröder, Oberst a. D. und Paul Schwemmer, Oberpostmeister a. D.

Die geheime Wahl der Vorstandschaft führte mit jeweils 20 Stimmen zu folgendem Ergebnis:

1. Vorsitzender: Friedrich Heinrich Zinckgraf

2. Vorsitzender und Stellvertreter: C.W. Bayer

Schriftführer: Franz Pfenninger

Rechner (Schatzmeister) Ambros Graser

Viereinhalb Jahre später legte Friedrich Heinrich Zinckgraf am 28. Mai 1951 aus Altersgründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Zeit seines Lebens hatte er sich besonders für die Jugendphilatelie eingesetzt. Zur Würdigung seiner rund 35 Jahre währenden Verdienste beschloss der Münchener Briefmarken-Club am 23. März 1953 die Stiftung einer Friedrich Heinrich Zinckgraf-Medaille, die in gewissen zeitlichen Abständen an jugendliche Philatelisten verliehen wird.

Die Club-Abende im Hotel Regina 1959 - 1974

Nach unterschiedlichen Heimstätten für die Club-Abende war es ein Glücksfall, diese schließlich im Kaufmannskasino des vornehmen Hotels Regina durchführen zu können. Die Geschäftsleitung hatte großes Verständnis für unsere Liebhaberei. Der äußere Rahmen zwang allerdings dazu, sich entsprechend zu kleiden. Nur an sehr heißen Tagen wagte man es, die Krawatte zu Hause zu lassen oder gar das Jackett auszuziehen. Auch die Weihnachtsfeiern verliefen nach alter Tradition, mit Herrn Fülbeck, als Nikolaus verkleidet. Ich erinnere mich, erstmals 1968 dabei gewesen zu sein.

Die Verhältnisse haben sich inzwischen doch sehr geändert. Eines der Fotos aus dem Jahr 1971 zeigt den 1. Vorsitzenden Walter Herberger bei seiner Ansprache, das Gründungsmitglied Direktor Bayer, einen sehr jugendlich wirkenden Dr. Debo, Franz Pfenninger, Dr. Willi Niedermeier u.a.&

Leider verloren wir das Lokal durch völligen Umbau des Hotels in den 70er Jahren.

 

Die IBRA München'73

Die internationale Briefmarkenausstellung im Mai 1973, unter der Schirmherrschaft von Gustav W. Heinemann, dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, ein Jahr nach der Olympiade 1972 in München, war sicherlich ein Höhepunkt in der Geschichte unseres Vereins. Unser Ehrenvorsitzender Walter Herberger amtierte als Ausstellungsleiter, Karl Kurt Wolter (Vorsitzender der Jury) und Karl Winkler waren als Juroren tätig. In der Ausstellungsorganisation waren mit unterschiedlichen Aufgaben folgende Mitglieder beteiligt: Dr. Arno Debo, Heinrich Fülbeck, Wolfgang Jahn, Heinrich Meier, Wolfgang Robinow (der erste amerikanische Soldat, der im April 1945 das Münchner Rathaus erreichte) und Otto Gleixner (für die Katalogherstellung). Viele der jüngeren Mitglieder arbeiteten ungenannt im Hintergrund am Gelingen dieser Veranstaltung, die noch Jahrzehnte lang - vor allem im Ausland - bleibende Eindrücke hinterließ. Den sehr gelungenen Festabend im Hotel Bayrischer Hof besuchte der spätere König von Schweden Carl XVI Gustaf, neben vielen anderen Ehrengästen. In den Tagen der IBRA fand auch die Wachablösung im Bundesvorstand statt. Dr. Heinz Jaeger übernahm als Präsident den Vorsitz im Bund deutscher Philatelisten und daraus wurde eine achtzehn Jahre währende, sehr erfolgreiche Tätigkeit. Unsere Mitglieder Dr. Rudolf Hanfland und Dr. Arno Debo waren in dieser Periode lange Jahre im Bundesvorstand tätig.

 

Der Festabend vom 9. September 1977

Der 78. Philatelistentag fand 1977 in München statt. Der Festabend im vornehmen Montgelas Palais des Hotels Bayrischer Hof, eine gemeinsame Veranstaltung des Berliner Philatelisten Klub von 1888 mit dem Münchener Briefmarken-Club e.V., war sicherlich ein weiterer Glanzpunkt in der Geschichte des MBC. Herr Dransfeld und Fritz Heimbüchler waren Mitglieder beider Vereine. Das Thema des Festvortrags hieß: "Rumänien - Die Fürstentümer Moldau und Walachei".

 

Die 75 Jahrfeier des MBC e.V. 1980

Zu diesem Anlass fand im Stadtmuseum in München vom 29. - 30. November ein Briefmarkensalon statt. Er war mit hervorragenden Exponaten der Mitglieder beschickt. Die Leitung der Ausstellung lag in den Händen von Herrmann Berger. Es gab also einmal Zeiten, in welchen das Münchener Stadtmuseum den Briefmarkensammlern zur Verfügung stand !

 

Der MBC - Salon'89 im Pschorr-Keller 19.11.1989

Der Salon zum 140 jährigen Jubiläum der bayerischen Briefmarken gab jedem Mitglied die Gelegenheit, je zwei Rahmen a 12 Blatt auszustellen. Dies führte zu besonders hoher Qualität und Vielseitigkeit der Exponate. Die Leitung der Ausstellung hatte Fritz Heimbüchler. Beim Aufbau der Rahmen bewährte sich der damalige Landesverbandsvorsitzende Wolfgang Jahn mit seiner Mannschaft.

 

90 Jahre MBC e.V.  1995

Zur 90 Jahrfeier erschien erstmals eine Festschrift in größerem Format und im Umfang von 108 Seiten mit 31 Beiträgen unserer Mitglieder. Dies ist der Vorläufer der nachfolgend genannten Schriftenreihe des MBC.

Beginn der Schriftenreihe des Münchener Briefmarken-Club e.V. 2001

Mit dem Erscheinen der Broschüre "Post in der Levante" setzt sich der Verein das ehrgeizige Ziel, in gewissen zeitlichen Abständen Beiträge seiner Mitglieder in drucktechnisch ansprechender Form zu veröffentlichen. Dabei kann ein spezielles Thema gewählt werden, das von einer Gruppe von Autoren bearbeitet wird. Erscheint die Broschüre zu einem Vereinsjubiläum wie in diesem Jahr, so liegt es nahe, die vielseitigen Sammelgebiete und Erfahrungen möglichst vieler Mitglieder zu Wort kommen zu lassen.

 

Veröffentlichungen - Fachbücher

Der Münchener Briefmarken-Club e.V. brachte im Laufe seines 100 jährigen Bestehens eine Reihe angesehener philatelistischer Autoren hervor. Leider sind alle Vereinsakten und Aufzeichnungen im 2. Weltkrieg durch Kriegseinwirkung verloren gegangen. So können wir nur einige wenige Veröffentlichungen der frühen Jahre benennen. Schon Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts brachte das Markenhaus Larisch eine kleine philatelistische Zeitschrift heraus. Zwischen 1909-1934 entstand das bedeutende Werk "Die Postwertzeichen der russischen Landpostämter", von Agathon Fabergé durch die Nachforschungen des Architekten Carl Schmidt, der in St. Petersburg tätig war und unserem Verein angehörte. Im Vereinsregister 1906 bzw. 1907 tauchen die Namen Richard Borek und Richard Senf auf, Alexander Leo veröffentlichte in den 30er und 40er Jahren philatelistische Beiträge in Zeitschriften.

Nach dem zweiten Weltkrieg publiziert 1951 Karl Winkler sein "Handbuch der Bayerischen Poststempel", Wilhelm Hofinger "Die älteste Flugpost in Frankreich" und die "Monographie der französischen Briefmarken", Karl Kurt Wolter schreibt ein Werk über die Postzensur, Dr. Arno Debo 1968-75 über Dänemark und Grönland, Professor Dr. Carl-Richard Brühl bringt während seiner Mitgliedschaft in unserem Verein sein berühmtestes Buch: "Die Geschichte der Philatelie" (1985) auf den Markt, und wird dafür mit der begehrten Crawford-Medaille ausgezeichnet. K.H. Dahnke veröffentlicht 1978 sein Tibet-Handbuch. In jüngerer Zeit erschienen mehrere Publikationen von Dr. Joachim Helbig über das Sammelgebiet Bayern: z.B.: "Bayrische Postgeschichte 1806-1870" (1991), Joachim Helbig / Jürgen Vogel: "Schwarzer Einser"; Christian Hörter: "Fahrpost in Deutschland 1808-1923" (1992);  Fritz Heimbüchler  "Rumänien: Die Ochsenköpfe der Moldau 1852-1862" (1995), Band II: (2002), prämiiert mit der Lindenberg- und Crawford-Medaille. Horst Diederichs veröffentlicht mehrere Schriften zum Thema Altbriefkunde. Markus Gmaehle schreibt über "Early Cancellations of Siam"; Dr. Karl Zangerle das "Handbuch der Auslandstaxen der süddeutschen Postgebiete 1850-1875" (1991 u. 1999) und "Portobriefe im Auslandsverkehr", Martin Erler publiziert mehrfach über das Thema Fiskalmarken und Stempelpapiere, R. Bäuml und R. Fürbeth über "Seltene Formulare der Schweizer Bundespost 1849-1907", Otto Gleixner über "Absenderfreistempel", Günter Bechtold u.a. "Deutsche Inflation 1916-1923" (2002); Max Joel über bayerische Postscheine, Josef Schäffler über bayerische Dienstmarken;

Hier ist weiterhin anzumerken, dass viele der genannten Autoren bei großen philatelistischen Ereignissen und Ausstellungen im In- und Ausland als Vortragende ehrenamtlich tätig sind

Veröffentlichungen in philatelistischen Zeitschriften und Broschüren der letzten Jahrzehnte erschienen neben den bereits oben Genannten von Serge Bernard, Hans u. Hedy Bergdolt, Maria Brettl, Dr. Heinz Findeis, Hans Fuchs, Dr. Gertlieb Gmach, Rolf Goldschagg, Marianne Haas-Meixner, Dr. Rudolf Hanfland, Jochen Heddergott, Horst Dietrich, Hermann Hader, Thomas Hitzler, Wolfgang Jahn, Prof. Dr. Alfred Kraut, Walter Kruschel, Fritz-Walter Lange, Jörg Maier, Gerhard Mitterer, Dr. Fritz Modry, Dr. Willy Niedermeier, Franz Pfenninger, Aleksander Predojevic, Wolfgang Pursch, Emil Rellstab, Gerhard Rütger, Hans R. Schwarzenbach, René Simmermacher, Rudolf van de Weyer, Dr. Friedrich Zistl u.v.a.

Wegen der Fülle der Veröffentlichungen unserer Mitglieder sei um Vergebung ersucht, wenn der eine oder andere Name möglicherweise übersehen wurde. Leider existieren bisher keinerlei diesbezügliche Aufzeichnungen.

In der Schriftenreihe des MBC erschienen 1995 und 1999 eine Reihe wertvoller philatelistischer Beiträge aus dem Kreis der Mitglieder, auf die hier verwiesen wird. Die Broschüre des MBC zum 150 jährigen Jubiläum der ersten bayerischen Briefmarken 1999 wurde als bester Ausstellungskatalog des Jahres ausgezeichnet. Einige der Publikationen sind noch erhältlich. Die hier vorliegende Festschrift zum 100 jährigen Bestehen des MBC e.V. setzt diese Tradition fort

 

Mitgliedschaft in philatelistischen Verbänden und Organisationen

Verbandsprüfer im Bund der philatelistischen Prüfer e.V. BPP

Maria Brettl, Cornelia Brettl, Günter Bechtold, Dr. J. Böheim, Ludwig Gambert, Jochen Heddergott, Fritz Heimbüchler, Dr. J. Helbig, Kurt E. Kimmel, Gertraud Lange, Jörg Maier, Dr. Fritz Modry, J. Ulrich Schmitt, René Simmermacher, Franz Stegmüller, Jürgen Vogel, Dieter Weinbuch.

Mitglieder der "Association Internationale des Experts en Philatelie" A.I.E.P.

Maria Brettl, Günter Bechtold, Horst Dietrich, Jochen Heddergott, Fritz Heimbüchler, Dr. Joachim Helbig, Kurt E. Kimmel, Jörg Maier, Emil Rellstab, J. Ulrich Schmitt, Mag. Klaus Schöpfer, René Simmermacher.

Der MBC stellte drei Jahrzehnte den Präsidenten des Vereins der philatelistischen Prüfer

Dr. Arno Debo 1963-1990

Günter Bechtold 1990-1999

Juroren internationaler Briefmarkenausstellungen nach 1945

Wilhelm Hofinger, Franz Pfenninger

Karl Kurt Wolter, Dr. Arno Debo, Kurt E. Kimmel

Juroren im nationalen Bereich

Prof. Dr. Brühl, Kurt Dahnke, Karl Winkler, Maria Brettl, Robert Binner, Martin Erler, Jörg Maier, Ludwig Gambert, Otto Gleixner, Joh. Ulrich Schmitt, Thomas Höpfner

 

Positionen im Präsidium Bund Deutscher Philatelisten

Dr. Arno Debo - Vizepräsident 1973-1987

Dr. Rudolf Hanfland -Vorstandsmitglied

Landesverband Bayern

Wolfgang Jahn; 1. Vorsitzender 1975-1989

Ludwig Gambert 1. Vorsitzender ab 2000

Willy Castro 2. Vorsitzender 2003 - 2006

Thomas Höpfner Fachstelle Ausstellungswesen

Otto Gleixner Forschung, Literatur, Archiv

 

Verleihung großer internationaler Preise an Mitglieder des MBC e.V. für philatelistische Literatur oder bedeutende Exponate:

IBRA MÜNCHEN'73  1973

Wilhelm Georg Scheller - Grand Prix d'Honneur für Spezialsammlung Bayern

"INTERPHIL76"; PHILADELPHIA 1976

Horst Dietrich - Grand Prix International für Afghanistan

LUGANO LITERATURAUSSTELLUNG 1977

Prof. Dr. Carl-Richard Brühl - Grand Prix für das Handbuch Württemberg

"PHILASERDICA"; SOFIA 1979

Fritz Heimbüchler - Grand Prix Classe Honneur für Moldau-Walachei

"ISTANBUL'96 - Grand Prix International für Rumänien 1820 - 1880

"ISRAPHIL 85" ; TEL AVIV 1985

Jochen Heddergott - Grand Prix Classe Honneur für Indien

"PRAGA'88" ; PRAG 1988

Fred W. Hefer - Grand Prix National für Czechoslovakia 1918-38

Mitglieder des MBC erzielten auf Ausstellungen der FIP unzählige Goldmedaillen und Ehrenpreise.

Roll of Distinguished Philatelists RDP (London)

Seit dem Bestehen dieser höchsten philatelistischen Ehrung (1921) durften sich folgende Mitglieder des MBC e. V. in die "Roll" eintragen:

Karl Kurt Wolter 1976

Prof. Dr. Carl-Richard Brühl 1985

Fritz Heimbüchler 2001

Kurt E. Kimmel 2004

 

Leiter der Philatelistischen Bibliothek München

Seit Gründung der philatelistischen Bibliothek München, der größten ihrer Art weltweit, liegt die Leitung traditionsgemäß  in den Händen von Mitgliedern des MBC e.V.

Der Gründer : Christoph Otto Müller 1934 bis 1958

Otto Gleixner 1969 bis 1997

Robert Binner ab 1997

Am 16. September 2004 besuchten Vorstandschaft und mehrere Mitglieder des MBC e.V. auf Einladung die Philatelistische Abteilung der Münchner Stadtbibliothek und staunten über die Fortschritte, die inzwischen dort gemacht wurden. Die zahlreichen Bücher, Zeitschriften und Kataloge sind weitgehend über modernste Datentechnik erfasst und zugänglich. Die acht zur Verfügung stehenden Leseplätze bieten dem interessierten Besucher ungeahnte Möglichkeiten sich weiterzubilden.

Die Gründung der philatelistischen Bibliothek in München

Über die Gründung der philatelistischen Abteilung berichtet deren früherer Leiter Otto Gleixner: "Christoph Otto Müller gelang es in den dreißiger Jahren, namhafte Philatelisten wie z.B. den Vorsitzenden des MBC e.V. Friedrich Heinrich Zinkgraf, die Mitglieder Hugo Schröder und Frau Berta Larisch dazu zu bewegen, ihre Bibliotheken der Stadt München zu übereignen. Zum gleichen Schritt konnte er auch Münchner Vereine, wie den Münchener Briefmarken-Club e.V., den Münchener Ganzsachensammler-Verein oder die "Tauma" bewegen. Mit der Bibliothek des "Bundes Deutscher und Österreichischer Philatelisten-Vereine und jener der Bundeszeitschrift "Das Postwertzeichen" war ein respektabler Fundus entstanden, der C. O. Müllers Berufung zum Leiter der philatelistischen Bibliothek am 1. 4. 1934 begründete. Den größten Erfolg konnte er mit der Übereignung von 30 Kisten philatelistischer Literatur aus dem Bestand der Preußischen Staatsbibliothek verbuchen.

Im Verlauf der folgenden Jahre bis zum zweiten Weltkrieg wurden die Bestände weiter ausgebaut, obwohl nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Im Krieg ging kaum etwas verloren. Auch heute noch ist die Bibliothek auf Schenkungen angewiesen, da die Stadt München neben den hohen Personal- und Sachkosten nur einen bescheidenen Ankaufsetat genehmigen kann.

Auf Grund ihres Bestandes von ca. 48 000 Büchern, Zeitschriften- und Auktionskatalog-Jahrgängen ist die Philatelistische Bibliothek in München die größte auf der Welt, die ihre Bestände jedermann zur Verfügung stellt. Das Besondere daran ist, dass immer Literatur über das gesamte Spektrum der Philatelie gesammelt wird. Deshalb umfasst der Bestand nahezu alle Gebiete über einen Zeitraum von etwa 150 Jahren, und das in 16 verschiedenen Sprachen".

 

Das Club - Lokal 1975 - 2004; Die Gaststätte Pschorr - Keller Theresienhöhe 7

Nach dem Verlust des Kaufmannskasinos im Hotel Regina war es nicht einfach, ein geeignetes neues Tagungslokal zu finden. So waren wir froh, dass uns der Pschorr - Keller auf der Theresienhöhe eine Bleibe bot. Seit 100 Jahren, von kurzen Unterbrechungen durch den 1. und 2. Weltkrieg abgesehen, finden jeden Montag die bekannten Club-Abende statt. Dabei werden Briefmarken und Briefe auf Albumblättern gezeigt. Ein kurzer oder längerer Vortrag gehört zu jeder Auflage. Zusehends finden in letzter Zeit historische und postgeschichtliche Themen Beachtung. Da sich die Interessen der Mitglieder auf alle Gebiete der Erde erstrecken, bieten wir dem Zuhörer neben dem Studium des Postwesens interessante Einblicke in die politischen und historischen Verhältnisse fremder Länder.

Im Pschorr-Keller fanden auch jeweils zum Jahresende die traditionellen Festessen statt. Es ist bedauerlich, dass genau zur 100 Jahrfeier unseres Vereins ein totaler Umbau der Gaststätte vorgesehen ist, der uns zwingt, unsere Zelte hier abzubrechen. Doch glücklicherweise ist ein neues Club-Lokal bereits gefunden, das den Fortbestand unserer Vereinsabende sichert.

Internationale Kontakte und Ausblick

Es gibt kaum eine bedeutende philatelistische Ausstellung in Deutschland, West- oder Osteuropa, den Vereinigten Staaten, Südamerika oder im Fernen Osten, an der sich nicht Mitglieder beteiligen: Als Besucher, Vortragende, Aussteller von Literatur oder Teilnehmer an Tagungen. Die entstehenden Kontakte durch die Beschäftigung mit der Philatelie führen regelmäßig zu Freundschaften und tragen erheblich zur Völkerverständigung bei.

Der Münchener Briefmarken - Club e.V. hat sich als einer der führenden philatelistischen Vereine in Deutschland die Aufgabe gestellt, auch in Zukunft aktiv zu sein und die Tradition unserer Gründer fortzusetzen. Der Verein und seine Mitglieder sehen dem zweiten Jahrhundert seiner bisher so erfolgreichen Geschichte mit Optimismus entgegen.

 

Liste der 1. und 2. Vorsitzenden des MBC 1905 - 2004

1. Vorsitzende

1905 - 1906 Albert Marx

1906 - 1912 Otto Pollak

1912 - 1914 Dr. Ludwig Mader

1914 - 1942 Friedrich H. Zinckgraf

1942 - 1945 Josef Meiler

1948 - 1951 Friedrich H. Zinckgraf

1951 - 1953 Heinrich Fülbeck

1953 - 1960 Karl Winkler

1960 - 1966 Dr. Erich Kittel

1966 - 1969 Karl Winkler

1969 - 1995 Walter Herberger

1995 - 1997 Fritz Heimbüchler

ab 1997 Dr. Gertlieb Gmach

2. Vorsitzende

1905 - 1912 Dr. Heinrich Pfeiffer

1912 - 1914 Friedrich H. Zinckgraf

1914 - 1918 Alexander Leo

1918 - 1919 René Hanaczek

1919 - 1922 Alexander Leo

1922 - 1923 Joh. Baptist Dressely

1923 - 1924 Alexander Leo

1924 - 1928 Josef Meiler

1928 - 1931 Pius Mühl

1931 - 1938 Alexander Leo

1938 - 1942 Josef Meiler

1942 - 1945 Friedrich H. Zinckgraf

1948 - 1951 Carl W. Bayer

1951 - 1953 Karl Winkler

1953 - 1963 Heinrich Fülbeck

1963 - 1966 Franz Pfenninger

1966 - 1969 Heinrich Fülbeck

1969 - 1979 Dr. Arno Debo

1979 - 1989 Dr. Franz Weinberger

1989 - 1995 Fritz Heimbüchler

1995 - 2007 Otto Gleixner

ab 2007 Robert Binner